Klaudia Weier
Dec 8, 2017

Die verbrannte Erde d. Innovation Hubs, Labs & Acceleratoren

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Artikelserie: Innovationlabs - vom Getriebenen zum Treiber

 

Innovation Hubs, Labs und Acceleratoren sollten Konzerne und Unternehmen innovationsfähiger machen.

 

Trotz der sehr wichtigen Funktion dieser Initiativen stellen wir jedoch leider immer öfter fest, dass zahlreiche Innovation Labs/Hubs derzeit nicht in der Lage sind, die hohen Konzernerwartungen dauerhaft zu erfüllen.

 

 Österreichische und deutsche Konzerne sind Weltmeister bei evolutionären Innovationen – zumindest waren sie das im letzten Jahrtausend. All das, was wir heute so hypen und lieben ist aber jünger als 15 Jahre (Social Media, Smartphones, Apps, usw.) und nicht von diesem Kontinent.

 

 Die Gründe sind bekannt und u.a. von Clayton M. Christensen in seinem Buch „Innovator`s Dilemma“ beschrieben. Erfolgreiche Unternehmen sind oft Gefangene Ihres Erfolges. Weder können sie sich aus ihrem profitbringenden Kerngeschäft zurückziehen, noch sind sie aufgrund ihrer Prozesse und Traubenstrukturen in der Lage sich erfolgreich in neuen Märkten zu behaupten.

 

 Viele Management Entscheidungen richten sich aus strategischen Gründen (Risiko, geringe Margen, etc.) gegen disruptive Innovationen. Man investiert viel lieber in die Weiterentwicklung bestehender Produkte und damit mit planbaren Profiterwartungen.

 Diesem Umstand wollte man mit dem Hubs/Labs eigentlich begegnen. Doch hier schleichen sich die meisten Fehler ein.

 

 Viele Konzerne versuchen diese Innovationseinrichtungen in der bisherigen Managementkultur – die das eigentliche Innovator`s Dilemma verursacht – zu etablieren. Dass man damit nicht zum Ziel kommt, scheint jedem klar.

 Was zurück bleibt sind meistens zwei Arten von Hubs/Labs.

  • Hubs/Labs, die als Organisationseinheit ohne Freiheiten im engen Korsett einer bestehender Governance fungieren und oftmals nur kosmetische Zwecke (Marketing nach innen + außen und PR) erfüllen.

  • Hubs/Labs, die so weit weg wie möglich völlig autark arbeiten, ohne dass jemals ein bestehender Mitarbeiter davon lernen bzw. profitieren kann.

 Beide Szenarien werden verbrannte Erde hinterlassen, denn in beiden Fällen wird keine dauerhafte Transformation der bestehenden Organisation gelingen. Resultat: Man sperrt die Labs wieder zu oder kürzt deren Budgets, ohne damit einen Schritt weitergekommen zu sein.

 

 Ein Lab/Hub sollte sowohl das alte Geschäftsmodell unterstützen als auch nach neuen suchen. Dies funktioniert nur in einem durchlässigen System, dass sich nach innen und außen öffnet. Es sollte die Anpassung des Kerngeschäfts an die neuen Marktanforderungen fördern, Menschen weiterbilden, Augen öffnen, Chancen zeigen und Belegschaft wie Vorstand inspirieren.

 

 Große Erfolgschancen haben daher Einheiten die direkt unter dem Vorstand/CEO angesiedelt sind, eigenständig agieren können und ein definiertes langfristiges Budget ohne klassische Governance haben, um das gesteckte Ziel zu erreichen.

 

 

 

 Das im übrigen nicht die Innovationen per se, sondern die Schaffung eines Innovations-Ecosystem ist, wo Innovationen dauerhaft und von allen Mitarbeitern entstehen können.

 

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  • Reinhard Plückthun
    Mar 25

    Es wird sehr viel über Veränderung gesprochen. Meist redet man vom ungeheurenVeränderungsdruck. Weniger höre oder lese ich jedoch vom Veränderungswillen. In den letzten 15 Jahren, in denen ich so einige große Unternehmen kennen lernen und sie beratend begleiten durfte, merkte ich sehr schnell, was das konkret bedeuten kann. Jene Unternehmen und deren Mitarbeiter die Veränderung als Druck empfanden und meinten sie müssten (!) jetzt mal was tun, gingen mit einer anderen Haltung an die Innovations-Arbeit als jene, die sagten, wir wollen (!) jetzt die Veränderung und etwas bewegen. So war es sehr energieaufwendig die „Müssenden“ zunächst für Veränderungen zu öffnen im Gegensatz zu den „Willigen“, die auf Basis Ihrer Neugier gleich offenherzig loslegten. Sie können sich gut vorstellen wer am Ende die größeren Sprünge gemacht hat. Dabei habe ich aber auch erkannt, dass unser ganzes soziales und wirtschaftliches System sehr stark vom Bewahren der Erfolge der letzten Jahrzehnte geprägt ist. Es scheint mir verständlich, dass die Bewahrer sich nur schwer auf Neues und Unbekanntes einlassen, solange das Jetzige noch erfolgreich ist oder zumindest scheint. Was ich den Bewahrern dann vermittelte war die Freude am Entdecken. Damit einhergehend steigerte sich auch ihr Mut Bekanntes in Frage zu stellen, sich Bisheriges und Erreichtes zu Nutze zu machen um Neues auf dieser Basis zu bauen und wachsen zu lassen. Veränderung kann man also erlernen. Für mich war und ist es wichtig, alle Beteiligte mitzunehmen auf eine große Reise, wenn auch unklar ist, welche Stürme wir zu überstehen haben und welche Länder wir am Ende neu entdecken. Für mich ist diese Reise bereits das Erlebnis. Veränderung ist spannend, macht uns lebendig und neugierig. Also fragen Sie sich: „Was kann ich heute einmal anders machen?“. Das können kleine Dinge sein. Am Morgen mal Tee statt Kaffee, die Meetings im Stehen statt im Sitzen oder einen anderen Nachhauseweg wählen. Man muss ja nicht immer gleich die ganze Welt verändern wollen. Die Reise beginnt damit, dass man erste kleine Schritte geht. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß am „anders machen“. Reinhard Plückthun
  • Reinhard Plückthun
    Nov 8, 2018

    Ich finde, das Kreativität die meist unterschätzte Ressource in Unternehmen ist. Wir reden permanent darüber, das wir agiler, innovativer, radikaler werden müssen um auch in Zukunft erfolgreich sein zu können. Was wir aber dabei unterschätzen ist, das dieser Kampf an der menschlichen Ideenfront ausgetragen wird und eben nicht in der digitalen Vermessung der Welt. Also mehr Humboldt und weniger Gauß, vereinfacht gesagt. Es zählt der menschliche Funke und nicht der maschinelle Impuls. In einer Forrester Studie wurde festgestellt, das sich 61% aller Unternehmen als NICHT kreativ genug empfinden. Obwohl man auch festgestellt hat, das kreative Unternehmen erfolgreicher sind und bis zu 10% mehr Umsatz generieren. Warum also wird dieser verborgene Schatz so selten gehoben? Als erstes ist Kreativität ein Thema für die Führungs-Etage. In der IBM Global CEO Studie ist Kreativität die WICHTIGSTE Führungsqualität. Kreative Führungskräfte fördern Experimentierfreude und damit Innovationskraft im Unternehmen. Sie unterstützen aktiv tiefgreifende Veränderungen ihrer Geschäftsmodelle. Dabei suchen sie ständig nach neuen Ideen und sorgen für einen nachhaltigen innovativen Führungs- und Kommunikationsstil. Soweit so gut. In der Praxis hat sich mir oft ein differenzierteres Bild dargestellt. Nämlich, das oft die eigene Organisation einen breiten, mutigen Einsatz von Kreativität sogar verhindert. Kreativität wird oft ausgelagert in die Marketing-Abteilung ("die dürfen da ja kreativ sein") oder in externe Hub´s und Lab´s ("dort arbeiten wir mit jungen kreativen Start Up´s zuammen") und vermitteln so der Organisation, das Kreativität eher eine Nischen-Qualität im Management-Tagesgeschäft ist. Zu kurz gedacht. Denn die GESAMTE kreative Kraft, die in jedem Unternehmen liegt, gilt es täglich zu nutzen und zu aktivieren, um "neue, werthaltige und nützliche Dinge hervorzubringen" (Definition von Kreativität lt. D.G. Meyers, Psychologie 2014). Vor allem JETZT und HEUTE. Denn: Wir sind gerade Zeitzeuge von etwas NEUEM was gerade erst im entstehen ist. Historisch gewachsenes wird hinterfragt. Bisher erfolgreiches muss neu gedacht werden. Also: Wir brauchen mutige kreative Unternehmen, die JETZT unsere Zukunft neu gestalten. Welche Voraussetzungen dafür notwendig sind hat einmal Reinhard K- Sprenger so formuliert: „Wer will, dass seine Mitarbeiter kreativer werden, der muss Unsicherheit akzeptieren, auch scheinbar Unvernünftiges zulassen, wo kein extremer Schaden zu befürchten ist. Der erkennt Initiative an und nicht Konformität. Der schenkt seinen Mitarbeitern Vertrauen und gibt ihnen Freiheitraum.“ Conclusion: Jeder Mensch ist kreativ. Organisationen haben bisher zu wenig Kreativität gefördert und gefordert. Darin liegt ein unfassbar großes Potential. Denn Kreativität ist notwendig um Neues zu erschaffen. Neues wird unsere Zukunft sichern. Und Zukunft wird aus Ideen gemacht. Reinhard Plückthun Nov, 2018. www.navigationlab.de
  • Klaudia Weier
    Mar 29, 2018

    In einem ehemaligen Fabriksareal in Wien-Atzgersdorf befindet sich unser Creative Space. Untergebracht in einer alten Klavierfabrik, einem unverwechselbaren Bau aus roten Backsteinen. Als Plattform für Innovation lockt das Loft Kreative sämtlicher Sparten, die sich an Diskussionen beteiligen, Innovationsveranstaltungen besuchen oder selber Workshops abhalten wollen. Die Location ist Coworking Space, Café und Workshopraum zugleich, dem eine Atmosphäre von Bohème anhaftet und als idealer Rückzugsort für Innovatoren, Coworker sowie Kreative dient. Die Inspiration entsteht durch die Vielzahl an Möglichkeiten, sich ohne Druck entscheiden zu können. Man kann in unserer Bücherecke nach Methoden-Literatur oder Tools suchen, ein Business Meeting oder Offsite abhalten, den Nachmittag in Ruhe mit Arbeiten verbringen, inspirierende Gespräche führen bzw. einen Design Thinking oder anderen Workshop abhalten. Sich dabei vergessen oder finden und sich zwischendurch mit leckeren Köstlichkeiten verwöhnen lassen. Darf es ein bisschen Farbe sein? In unserem Creative Space in Wien können alle, die auf der Suche nach Inspiration sind, nicht nur entspannt workhoppen und coworken, sondern auch ihre kreativen Batterien aufladen. Inspiration für Farbgebung und Stile findet man hier an jeder Ecke. Nicht nur die Bilder an den Wänden, oder die ausgefallenen Bestuhlungsvarianten, sondern auch die funktionalen Möbel sowie Dekorationen und Installationen sind Kunstwerke für sich. Manchmal braucht man einfach etwas Abstand, um den Kopf wieder freizubekommen. Innovation entsteht dort, wo zusammengearbeitet wird und Ideen gemeinsam weiterentwickelt werden. Ziel ist es, dass möglichst viele Menschen mit unterschiedlichen Berufen und aus unterschiedlichen Branchen in einem Raum zusammenarbeiten. So wird eine kreative Arbeitsatmosphäre geschaffen, die Kooperation und Wissensaustausch fördert. So come in and take a seat @ our Coworkingloft
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